Sägen statt Segen - die evangelische Stadtkirche wird genauer untersucht

Erstellt am 19.11.2021

von Rainer Müller

Keine Orgelklänge sondern das kräftige Sägen einer Kernbohrung erfüllte die Evangelische Stadtkirche. Architekt, Fachingenieure für Statik und Akustikgestaltung und ein Fachmann für Kernbohrungen begannen mit ersten konkreten Untersuchungen.

„Wir werden hier weder eine vergrabene Reliquie noch eine archäologische Sensation zutage fördern“ schmunzelte Pfarrer Rainer Müller, der den Fachleuten die Besonderheiten der Stadtkirche erläuterte.

Die Untersuchungen zur Statik des Kirchgebäudes und zum Aufbau der Bodenplatte des Fundamentes sind notwendig, um genauen Aufschluss über den notwendigen Umfang der Sanierungsmaßnahmen zu bekommen. „Nur wenn wir wissen, was getan werden muss, können wir auch verlässlicher die Zahlen berechnen, die als Kosten dann zusammenkommen.“ begründet der Architekt Dirk Boländer den Eingriff in den Fußboden der Kirche.

Während der Kernbohrung bereiteten schon mal die Akustikingenieure mit Decken über den Bänken und aufgeblasenen Luftballons die anschließenden Bestandaufnahmen des akustischen Profils der Stadtkirche vor. Daran werden dann die Auswirkungen der geplanten Umbaumaßnahmen gemessen. Schließlich soll die bei den in der Kirche auftretenden Musikgruppen beliebte Akustik erhalten und gegebenenfalls sogar noch verbessert werden.

 

Bild: R. Müller