„Unser Einsatz hat sich gelohnt!“ - Kirchenasyl hat zu Anerkennung als Flüchtling geführt.

Erstellt am 17.10.2018

Abschied im Juli mit der Hoffnung auf Anerkennung.

Brilon. Die Ev. Kirchengemeinde hat am 15. Oktober eine gute Nachricht erhalten: Die libanesische Frau, der sie von Januar bis Juli diesen Jahres Kirchenasyl gewährte, wurde vom BAMF als Flüchtling laut § 3 des Asylgesetzes anerkannt. Dem entsprechend gelten Menschen als Flüchtlinge, die sich aus begründeter Furcht vor Verfolgung von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren aufgrund ihrer Rasse, Nationalität, politischen Überzeugung, religiösen Grundentscheidung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe außerhalb ihres Herkunftslands befinden und sie den Schutz ihres Herkunftslands nicht in Anspruch nehmen können oder aufgrund der begründeten Furcht nicht in Anspruch nehmen wollen. In der Urteilsbegründung t, heißt es: „Aufgrund des ermittelten Sachverhaltes ist davon auszugehen, dass die Furcht der Antragstellerin begründet ist.“ Als Flüchtling hat sie das Recht auf eine dreijährige Aufenthaltsgenehmigung. Deren Verlängerung ist laut Auskunft des zuständigen Rechtsanwalts immer wieder zu beantragen. Sie kann sich Wohnung und Arbeit suchen und ihr steht eine Unterstützung nach Arbeitslosengesetz II zu, wenn sie keine Arbeit findet.
Rolf Plauth, der ehrenamtliche Koordinator der Menschen aus Brilon und Olsberg, die das Kirchenasyl unterstützt haben, richtet allen, die sich am Kirchenasyl beteiligt haben, seinen Dank aus: „Unser Einsatz hat sich gelohnt! Mit Ihrem Engagement, mit Ihrem Einsatz haben Sie wesentlich dazu beigetragen, dass geltendes Recht durchgesetzt werden konnte, was der geflüchteten Frau vermutlich ihr Leben gerettet hat.“
Seinem Dank und seiner Einschätzung schließen sich auch Pfarrer Rainer Müller und Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer an: „Gemeinsam haben wir der Sachkenntnis getraut, aufgrund derer Flüchtlingsmitarbeiter der Ev. Kirche von Westfalen uns gebeten haben, die  Frau aus dem Libanon aufzunehmen. Mit ihnen hofften wir, dass unser Staat der um Leib und Leben fürchtenden Frau Recht und die Chance auf ein neues Leben in Deutschland geben würde. Unsere Hoffnung hat sich erfüllt. Wir danken Gott und allen, die mit uns gehofft und gebetet und sich mit Herz, Händen und Verstand für die junge Frau eingesetzt haben.“