"Mal gut -mehr schlecht" - Sensible Einsichten in die Innenwelten der Depression - Fotografie, Vortrag, Gespräch

Erstellt am 03.06.2019

Brilon. »Du sitzt in deiner Wohnung, siehst die Dinge um dich herum, dann wird das Licht immer weiter heruntergedimmt, du siehst immer weniger, bis nichts mehr da ist: So ist die Depression.« Psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, und doch sind die konkreten Symptome für viele rätselhaft und schwer greifbar. Die Fotografin Nora Klein (*1984 in Rostock) stand eineinhalb Jahre im vertrauensvollen Austausch mit Betroffenen. Durch die Erzählungen, die sich in Auszügen im Buch wiederfinden, gelang es ihr, jenseits von Worten eine eigene, bildliche Ausdrucksform für die Gefühlswelt depressiver Menschen zu finden. Mit sensiblen Portraits und abstrakten Bildwelten macht sie eine unsichtbare Krankheit sichtbar. Ihre Fotos sind eindringliche Einsichten in die Innenwelt der Depression.

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. hat mit Unterstützung der BARMER und der Town & Country Stiftung den Bildband der Fotografin Nora Klein zum Thema Depression veröffentlicht. Das Buch wurde von der Stiftung Buchkunst für die Auszeichnung der „Schönsten Deutschen Bücher 2017“ nominiert. 2017 entstand weiterführend eine Ausstellung zum Projekt. Diese wurde bereits in Berlin, Darmstadt, Erfurt, Kopenhagen, Köln, Mannheim und Regensburg gezeigt.

Seit 2018 reist das Projekt in Form einer Vortragsreihe durch ganz Deutschland und macht am

Freitag, 28. Juni Station im Ev. Gemeindezentrum in Brilon, Kreuziger Mauer 2. Um 19.00 Uhr
 
begrüßt Jörg Leuther, systemischer Therapeut und Mitarbeiter der Briloner Beratungsstelle der Caritas, die Gäste und die Referentinnen. In einer visuellen Beamerpräsentation zeigt die Fotografin Nora Klein Fotografien und Zitate aus dem Bildband „Mal gut, mehr schlecht.“ und liest dazu Lebensgeschichten der depressionserfahrenen Teilnehmer des Projektes vor.
Sabine Fröhlich wird dabei über ihre eigene Geschichte und ihre Erfahrungen mit der Depression berichten.
Nach dieser ca. einstündigen Präsentation eröffnet Jürgen Leuther die Diskussion für alle.

Informationen über Nora Klein: hier

Nora Klein im Gespräch mit Sabine Fröhlich.