Ein Projekt für alle: Gründungsversammlung des Projekts „Briloner Mosaik“ ist ein Erfolg

Erstellt am 02.04.2019

Von Manfred Eigner

Brilon. Kurzfristig reagieren hieß es für die Organisatoren bei der Gründungsversammlung des Briloner Mosaiks. Denn das, was sie erlebten, unterstrich sehr deutlich, dass die Idee, Menschen über 55 Jahre, die gerne etwas zusammen unternehmen wollen, zusammenzuführen, auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Die anvisierte Gründerzahl von rund 20 Teilnehmern wurde mit sage und schreibe 140 Interessenten weit übertroffen.

Stühlerücken war angesagt und die Gesichter der Verantwortlichen strahlten sichtbar überwältigt. „Bei etwas über 100 hab ich aufgehört zu zählen,“ erklärte Pfarrer Rainer Müller mit sichtlicher Begeisterung und hatte schon den Plan parat, wie die erfolgversprechende Aktion sich in den weiteren Schritten optimal organisieren soll: „Es muss sich nicht alles hier in diesen Räumen abspielen und wenn der Platz in unseren Räumlichkeiten hier im Hause nicht ausreicht, können wir auf zusätzlich externe Möglichkeiten wie beispielsweise das Museum Haus Hövener, der VHS oder das Pfarrheim in Scharfenberg zurückgreifen und zusätzlich nutzen.“ 

Das dieser Bedarf besteht, zeigte sich bei dem Enthusiasmus, mit dem die Gründungsteilnehmer sich nach der Ideenfindung, welche Schwerpunkte zu den gemeinschaftlichen Aktionen festlegte, in Gruppen aufteilten und unter Anleitung der 16 Moderatoren auf erste Aktivitäten verständigten. Multitaskingfähigkeit bewies GemeindeSchwester Annika Siegel, die gleichzeitig auf Nachfragen der Moderatoren reagierte oder mit knapper, freundlicher Ansage den Helfern Hinweise gab, wie zu verfahren sei. 

„Diese überwältigende Anzahl von Interessenten zeigt den offensichtlichen Bedarf,“ so die GemeindeSchwester. „Die Zahl 55 haben wir bewusst gewählt, wenn bei vielen die Arbeit und die Arbeitskollegen einen Mittelpunkt im täglichen Leben darstellen. Mit dem Eintritt in den Ruhestand fallen viele dann in ein Loch. Dem wollen wir genauso vorbeugen wie der Langeweile vieler älterer Menschen, deren soziales Umfeld sich nun mal verändert", ergänzt sie. 

Erster Stammtisch am 29. April

Sieben große Themenschwerpunkte bildeten das Grundgerüst der ersten geplanten Aktivitäten. „Es haben sich heute zwei Wander- und zwei Fahrradgruppen, drei Spielegruppen für Doppelkopf, Canasta-, Rommee-, Skatgruppe und eine Brettspielgruppe gebildet“ ,berichtet Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer. Weiterhin haben sich ein Literaturkreis, eine Kulturgruppe für Theater-,Konzert-und Kino-Fahrten-Gruppe, eine Gesprächsgruppe über Gott und die Welt, eine Kochgruppe, eine Musikgruppe und eine Kreativgruppe geformt. „Weitere Gruppen können sich noch bilden. Vorgeschlagen wurden unter anderem noch Sprachen/PC-Kenntnisse und Meditation.“ 

Ganz wichtig war den drei Organisatorinnen Annika Siegel, Heike Fritz und Kathrin Koppe-Bäumer die Offenheit der Gruppen. „Mit diesen ersten Gruppenideen steht es allen Interessenten frei, sich nach ihrer Wahl Gruppen anzuschließen und mitzumachen“, unterstrich Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer. Jeder könne sich weiterhin dem Briloner Mosaik anschließen. „Das ist uns sehr wichtig und einer der Grundgedanken. Wichtig ist dabei, dass wir dies für alle Bürger der Stadt und den Dörfern anbieten. Nicht die Konfession ist ausschlaggebend, sondern die gemeinsame Sache. Jeder kann mitmachen.“ 

Der erste Stammtisch des Briloner Mosaiks findet am Montag, 29. April, um 18 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum statt. Es treffen sich dabei die Ansprechpartner und alle Interessierten mit GemeindeSchwester Annika Siegel, um organisatorische Probleme zu klären und weitere Ideen zu sammeln. 

Information und die geplanten Aktivitäten des Briloner Mosaik gibt es hier.  

GemeindeSchwester Annika Siegel moderiert die Gründungsveranstaltung.

Auf bunte Zettel schreiben die Gäste je ein Interesse auf. Bilder 1+2: KKB

Nach der Gründung der Gruppen werden sie im Plenum vorgestellt. Bild: Manfred Eigner

Die erste Gruppe des Briloner Mosaiks trifft sich zum Kartenspielen.