Komm in unseren Kreis-Weltgebetstag weckte Solidarität

BRILON/GUDENHAGEN-PETERSBORN. Weltweit wurden am ersten Freitag im März Gebete und Texte philippinischer Frauen nachgesprochen. Auch in der Evangelischen Stadtkirche und im Albert-Schweitzer-Zentrum in Gudenhagen kamen über 100 Menschen am ersten Freitag im März zu den Gottesdiensten. Frauen aus dem Vorbereitungsteams erzählten in den Rollen von drei Philippinas von Ungerechtigkeiten, die das Leben der Frauendort  belasten: Junge Mädchen übernehmen Verantwortung für ihre Geschwister, brechen ihre Schulausbildung zu früh ab und werden als Haushaltshilfen missbraucht und ausgebeutet. Alleinerziehemde Mütter verdienen selbst mit mehreren Jobs nicht genug, um ihre Kinder zu versorgen. Von Großgrundbesitzern abhängige Tagelöhnerinnen warten verzweifelt darauf, dass die Agrarreform umgesetzt wird. Kleine Keimlinge der Gerechtigkeit sind ein Haushaltshilfegesetz und der Einsatz einzelner Personen und Menschenrechtsgruppen für die Frauen. Die Liturgie machte anschaulich: Von Gott her könnten alle Menschen aus der Fülle der Schöpfung leben. Aber gesellschaftliche Strukturen verhindern das. Informiertes Beten weckt Solidarität. Spenden und faireres Leben hier unterstützen die Frauen in den Philippinen. In den beiden Gottesdiensten wurden knapp 700 Euro für Frauenprojekte gespendet.
Bei Kaffee und Kuchen im Ev. Gemeindezentrum in Brilon und bei einer Reissuppe in Gudenhagen vertieften die Frauen die Ökumene vor Ort und erstanden im Eine-Welt-Laden fair produzierte und gehandelte Produkte aus den Philippinen.