Musikalisches Erlebnis schwingt noch lange nach - Sauerländer singen mit beim Luther-Oratorium

Halle/Brilon/Marsberg/Olsberg-Bestwig. Ein Bus voll Sauerländern zwischen 10 und 60 haben sich seit November 2016 mit den schmissigen Songs des Luther-Pop-Oratoriums befasst. In vier Stimmen gesungen, Pausen beachtet und die Wörter sorgfältig ausgesprochen. Unter ihnen waren Chorerfahrene und solche, die einfach nur gerne singen und mitmachen wollten. Viele hatten am 31. Oktober 2015 die Uraufführung des Pop-Oratoriums in der Dortmunder Westfalenhalle erlebt. Damals sprang der Funke über. Als die „Creative Kirche Witten“  die Tournee des Musicals durch ganz Deutschland für 2017 ankündigte, war Pfarrer Rainer Müller nicht zu bremsen. Im Auftrag der Kirchengemeinden Marsberg, Medebach, Olsberg-Bestwig und Brilon meldete er einen Projektchor für die Aufführung des Pop-Oratoriums in Halle i.Westf. an.

An die 50 Menschen nahmen die Einladung an, darunter auch Annette Wallhorns Kinderchor aus Olsberg. Nach zwei lokalen Proben ging es im November und Anfang März zu großen Proben nach Halle, zunächst mit 400 Leuten, am Ende mit über 1600. Am 11. März wurde es ernst. In weißen Blusen und Hemden und schwarzen Hosen reihte sich der Riesenchor in den Rängen des Gerry-Weber- Stadions auf. Ein über 8.100 Menschen starkes Publikum ließ sich begeistern vom Chor der über 1000 Stimmen, von der rockig-poppigen Musik, dargeboten von Band, Symphonieorchester, stimmstarken Solisten und Solistinnen und dem Westfälischen Chor. Bei Chorstücken wie „Wir sind Gottes Kinder“ und „Am Anfang war das Wort“ überkam nicht nur das Publikum ein Gänsehaut-Gefühl. Das Publikum konnte die Inhalte der Lieder gut verstehen dank der Textzeilen auf der Großbildleinwand. Inhaltlicher Ausgangspunkt war der Reichstag zu Worms, wo Luther dem Kaiser widersprach. Von dort wird auf Luthers Kindheit und religiöse Entwicklung zurück und auf seine Entdeckung der Bibel und die reformatorischen Folgen vorausgeblickt.
„Unser Schwiegersohn, der etwas von Sound und Bühnenaufbau versteht, war von der Akustik und den Aufbauten schwer beeindruckt. Meine Tochter war sofort von Musik und Inhalt gepackt“, erzählt Marianne Rudolph, ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Briloner Presbyteriums. Sie schwärmt im Nachhinein „vom Reiz, in einem riesigen Chor Musik zu singen, die einen von Beginn an mitnimmt. Toll war, die Freude alle Sänger und Sängerinnen, schon bei den Proben, zu spüren.“ Beeindruckt hat sie, dass die Creative Kirche alles so gut für die Mitwirkenden organisiert hat.

Weitere Stimmen zum Erlebnis „Luther-Pop-Oratorium“:

Ilka Neuberger, Jugendteam: Es war wie eine große Gemeinschaft, die alle Generationen vereint hat.

Franziska Schmidt, Konfirmandin: Es war ein super tolles Gefühl, vor den 8000 Menschen zu singen. Am Anfang hatte ich zwar ein bisschen Lampenfieber, aber zur Mitte des ersten Stücks ging es dann. Außerdem hat mir wirklich die Zusammenarbeit mit den anderen Spaß gemacht. Es war wirklich toll.

Heike Fritz, ehemalige Presbyterin: Der Abend war gigantisch und sehr beeindruckend schön für mich. Sofort würde ich wieder mitmachen.

Rike Götte, Jugendteam: Ich finde, es war eine tolle Erfahrung. Wir haben uns mit den anderen Sängern unterhalten und hatten eine schöne Zeit. Die Bühnenshow: Licht, Schauspieler, Orchester, war ebenfalls beeindruckend.

Andrea Neuberger, Mitglied des Gemeindebriefteams: Nach der Aufführung in der langen Warteschlange an der Garderobe. Alle warten auf ihre Jacken, als plötzlich jemand anfängt „Wir sind Gottes Kinder zu singen und viele singen mit. Einfach schön … Singen verbindet!

Rainer Müller, Pfarrer: Einfach super! Einmaliges Erlebnis. Schwingt noch vieles nach.

 

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