Neue Altarbibeln angekommen - Superintendent überreicht überarbeitete Lutherbibel zum gesegneten Gebrauch

Erstellt am 14.03.2017

Alfred Hammer betet über der neuen Altarbibel.

Mitglieder des Presbyteriums nehmen die neuen Bibeln dankbar in Empfang.

Brilon. Von 1856 stammt die Bibel mit Schloss und Riegel, die seitdem jeden Sonntag auf dem Altar der Ev. Stadtkirche gelegen hat. Ein wertvolles Buch, doch leider für viele heute nicht mehr lesbar. Die Schrift und auch die Worte haben sich in fast 200 Jahren gewandelt. Anlässlich des Reformationsjubiläums wurde von der Evangelischen Kirche in Deutschland im Oktober 2016 eine neue Überarbeitung der Luther-Bibel herausgegeben. 521  Kirchengemeinden in den Ev. Kirche von Westfalen bekommen in diesem Jahr 1102 Bibeln mit einer Widmung der Präses Annette Kurschus geschenkt.

Am 12. März erreichte die Bibel aus der Hand von Superintendent Alfred Hammer Brilon. „Ich danke dir, Alfred, dass du der Bibel-Übergabe durch Deinen Besuch Ernst und Gesicht verleihst“, begrüßte Pfarrer Rainer Müller den Superintendent im Gottesdienst.  Die alte kostbare Bibel werde nicht verdrängt. „Wir finden einen würdigen Platz für sie“, versprach er der Gemeinde. „Am Anfang war das Wort“, der Kanon aus dem Luther-Pop-Oratorium, das am Tag zuvor  von einem 1600-Personen starken Chor, darunter auch Briloner Gemeindeglieder, in Halle aufgeführt worden war, erklang im Gottesdienst und wies auf die Bedeutung des Wortes Gottes hin, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

„Leben ist unaufhörliches Aufbrechen“, eröffnete Hammer seine Predigt: im Privatleben, in der Politik und eben auch in der Kirche. „Was für ein Aufbruch war die Reformation“, erinnerte er. Damals sei es darum gegangen, dass der Gerechte aus Glauben lebt und nicht, weil er Geld ausgibt. So wie Luther müssten Christen immer wieder herausfinden, was Gott von ihnen will. Deshalb müsse man sich mit der Bibel befassen. „Sie ist kein Museumsstück. Sie ist wirkmächtig.“ Die Präses nenne die neuen Bibeln „Schaubibeln“. Sie liegen aufgeschlagen auf dem Altar und locken Gemeindeglieder, hineinzuschauen und herauszufinden: Gott bindet sich an die Menschen durch sein Wort, das sie fürsorglich begleitet, „auch wenn Stolpersteine Aufbrüche und Wanderungen beschwerlich machen.“

Am Ende übergab Hammer Bibeln in die Hände von Siegmar Paschkewitz, Helmut Schreiber und Sabine Pöhnl, Mitgliedern des Presbyteriums. Ab sofort werden sie auf den Altären der Ev. Kirche in Gudenhagen, der Kapelle in Hoppecke und der Stadtkirche liegen. 
Präses Annette Kurschus überreicht am Sonntag, 9. April im Gottesdienst in Marsberg-Westheim persönlich  die neuen Altarbibeln für die Kirchengemeinde Marsberg.

KKB