Unterwegs beim Kirchentag iIn der Berliner U-Bahn

Du siehst mich- Briloner Jugendliche zeigten sich beim Kirchentag in Berlin

Fünf Tage Berlin, Hin-und Rückreise im Bus mit Olsbergern und Marsberger, Gemeinschaftsquartier in einer Berliner Grundschule, Fahrten mit Bus, U-und S-Bahn -- Mitmachen beim Kirchentag macht Spaß und ist ganz schön anstrengend. Die neun Briloner Jugendlichen, die  mit Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer in Berlin unterwegs waren, hatten sich mit ihrem Singstar-Gottesdienst "Wundertüte Liebe" angemeldet. Am Himmelfahrtstag stand der Gottesdienst abends um 19.00 Uhr auf dem Programm. In der St. Lukas-Kirche in Kreuzberg. Drei Tontechniker sprachen mit Benedikt Meckel die Technik aus, sorgten für die richtige Lautstärke und gaben der Kirche eine bunte Anmutung durch interessante Farbenspiele der Strahler. Zwei Stunden vor Beginn des Gottesdienstes galt es, die richtigen Orte für Mikros und Szenen zu finden, ein Lied nochmal zu probieren und einige kurze Szenen anzuspielen.
Alle waren nervös - es lag ja auch schon ein anstrengender Tag mit Aktivitäten hinter ihnen. Sind um 19.00 Uhr alle beim Essen? wurde bang gefragt. Doch die Sorgen wurden positiv übertroffen: Die Kirche wurde fast voll. Und was für eine Gemeinde gab es da: Jugendliche, auch Arnsberger und Olsberger darunter - jüngere und ältere Erwachsen. Die ließen sich nicht lange bitten, verfolgten aufmerksam Begrüßung und das erste Gebet, dann: die Aufforderung, nach vorne zu kommen und mitzusingen. Die Briloner warb mit Geduld und anspornenden Worten. Beim ersten Lied standen schon Mutige hinter den Mikrofonen. Als das nach einer Dreiecks-Beziehung-Szene "Wie soll ein Mensch das ertragen?" von Philipp Poisel  erklang, waren fast ein Viertel der Gottesdienstteilnehmer am Mikrofon. Diese Begeisterung und Bereitschaft zum Mitmachen begeisterte das Team. Der ganze Gottesdienst lief ab wie am Schnürchen, Gebete, Moderationen, Ansprache und am Ende die What‘s app-Fürbitten. Nach dem Segen gab's Applaus.
Benedikt Meckel und Kathrin Koppe-Bäumer stellten diesen Gottesdienst, der neue Medien nutzt und inhaltlich die Welt der Jugendlichen in die Kirche holt, auf einer Podiumsdiskussion vor. Sie erhielten viele interessierte Nachfragen. "So ein Projekt lässt sich gut nachmachen!" Außerdem erfuhr die ganze Gruppe, welche Neuerungen im Bereich Online und IT Gottesdienste von heute zu Gottesdiensten von morgen machen.
Freitag und Samstag nahmen die Jugendlichen an Konzerten und anderen Veranstaltungen teil, erkundeten Berlin auf eigene Faust und sahen, wie Dortmund gegen Frankfurt gewann. Den Schlussgottesdienst aus Wittenberg sahen sie als "Public Viewing" im Gottesdienst der gastgebenden Gemeinde. Die Erfahrungen waren so vielfältig, dass selbst die lange Rückreise - gegen 23.00 Uhr erreichte der Bus am Sonntag erst Brilon - mit kurzweiliger Unterhaltung auszuhalten war. KKB

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